Sombreronebel

Teleskope sind seit Ihrer Erfindung im Jahr 1668 durch Newton das Tor zu Sternen. Kein anderer Ort gibt uns so viele Rätsel auf und beherbergt ebenso viele Geheimnisse wie das Universum selbst. Wer damit liebäugelt diesen Raum zu beobachten, der braucht neben etwas Grundlagenwissen auch das passende Werkzeug, um alle möglichen Himmelsobjekte beobachten zu können. Je nach Ambitionen und Bedürfnis , was man beobachten will, sind verschiedene Gerätschaften von Nöten. Möchte man abends nur etwas genauer den Sternenhimmel beobachten, dann reicht anfangs schon ein einfaches Fernglas. Wer jedoch mehr sehen möchte, wie z.B. Planeten, Kometen oder Nebel, der sollte in ein Teleskop mit passendem Zubehör investieren.

Die richtige Wahl des Teleskops – Teleskop-Test

Es ist erstmal wichtig herauszufinden, welche Art von Teleskop für deine Wohnsituation die beste Wahl ist. Denn jede Art bringt seine eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Auf dieser Homepage findest du alle wichtigen Informationen verständlich erklärt, sodass dir der Einstieg in die astronomische Beobachtung so gut wie möglich gelingen wird. Außerdem findest du hier Tests vieler aktuelle Geräte sowie Kaufempfehlungen für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Als erstes empfehle ich dir meine 5. Tipps vor dem Kauf eines Teleskopes durchzulesen, um dir erstmal einen Überblick zu verschaffen.

Diese Dinge solltest du vor dem Kauf eines Teleskopes beachten:

  1. Linsenteleskop (Refraktor) oder Spiegelteleskop (Reflektor) – Welches passt zu mir?

Ein großer Vorteil der Spiegel- oder auch Newtonteleskope ist, dass so gut wie immer eine größere Öffnung als Linsenteleskope bieten bei gleichem Preis, wodurch sie weiter entfernte bzw. dunkle Himmelsobjekte beobachten können. Refraktoren bieten jedoch den Vorteil, dass sie bauartbedingt ein schärferes und brillanteres Bild liefern. Anderseits treten bei Refraktoren Farbfehler, die der Lichtbrechung in den Linsen geschuldet. Deshalb werden öfters apochromatische oder achromatische Linsen verwendet, die den Farbfehler reduzieren. Weitere Eigenschaften und Informationen zu Linsenteleskopen und Spiegelteleskopen findest du unter Teleskoptypen. Kaufempfehlungen für Einsteiger finden Sie in der Kaufberatung.

  1. Die Brennweite ist entscheidend für das, was ich später beobachten möchte!

Am Anfang sollten man sich im Klaren sein, was man vorhat zu beobachten. Möchte man Planeten und Monde innerhalb unserer Sonnensystems bzw. generell einzelne Himmelsobjekte beobachten, dann wählt man ein Teleskop mit langem Tubus bzw. großer Brennweite. Möchte man eher Deep Sky-Objekte (Galaxien, Nebel und Sternenhaufen in weiter Entfernung) beobachten, dann greift man eher zu einem Teleskop mit kurzem Tubus, da diese lichtstärker sind. Für schnelle Objekte wie Kometen, Asteroiden (oder die ISS) verwendet man grundsätzlich Teleskope mit kurzer Brennweite, sogenannte „Richfielder“.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch ein paar Worte zum Öffnungsverhältnis (Brennweite/Öffnung) sagen, da man dadurch schon erkennt für welchen Zweck das Teleskop ist. Haben wir beispielsweise ein Teleskop mit einer Brennweite von 750mm und einer Öffnung von 150mm, dann haben wir ein Öffnungsverhältnis von f/5 (750:150=5). An dem Verhältnis kann man erkennen, was man damit beobachten kann. Als Faustregel gilt: Ein Teleskop mit hohem Öffnungsverhältnis z.B. f/12 ist geeignet für Planeten und Monde, ein Teleskop mit bspw. f/5 eher für Deep Sky Beobachtungen.

  1. Je größer der Durchmesser der Linse, desto lichtschwächere Objekte kannst du beobachten!

Außerdem nimmt auch der Detailreichtum der Aufnahme sowie die Vergrößerung zu. Den als Faustregel gilt, dass die höchstmögliche Vergrößerung der doppelte Durchmesser der Öffnung (in mm) entspricht. Wenn sie ein Teleskop mit 80mm Öffnung (also da wo sie durchschauen) haben, können sie eine maximale sinnvolle Vergrößerung von 160x erreichen. Jede höhere Vergrößerung verdunkelt das Bild nur und lässt es verschwommen aussehen.

  1. Eine stabile Montierung und Stativ ist äußerst wichtig!

Es verhält sich hier wie bei einem Fotografen: Wackelt die Kamera, weil Stativ und Halterung nicht robust genug sind, dann verwackelt auch das Bild. Das Gleiche gilt auch für Teleskope. Die Montierung dient dem Zweck des Tragens des Beobachtungsinstruments sowie dem exakten Nachführen eines Himmelsobjektes, um die Himmelsrotation auszugleichen. Es existieren viele verschiedene Arten von Montierungen je nachdem was sie machen oder beobachten wollen. Weitergehende Informationen finden Sie im Unterpunkt Montierungen unter Zubehör.

  1. Welches Zubehör ist sinnvoll?

Okulare:

Sinnvoll ist es, wenn man anfangs ein paar Okulare mit verschiedenen Vergrößerungsstufen zur Verfügung hat. Okulare vergrößern das vom Teleskop erzeugte Bild. Detaillierte Information und was für Arten von Okularen es gibt findet ihr im Unterpunkt Okulare.

Grau- oder Neutralfilter:

Filter dienen dazu sehr helle Objekte wie Monde, Planeten zu dämpfen, damit der Betrachter nicht geblendet wird. Sie lassen nur einen bestimmten Teil des Lichtes passieren (Transmissionsgrad). Es gibt außerdem auch Filter, die einen variablen Transmissionsgrad haben, um je nach Objekt selbst nachjustieren zu können. Mehr Informationen gibt es bei Filter.

Montierungen:

Je nach Verwendungszweck ist es sinnig eine passende Montierung für sein Teleskop zu erwerben, wenn man plant z.B. Astrofotografie zu betreiben und die jetzige Montierung dafür nicht geeignet ist. Außerdem gibt es verschiedene Montierungstypen, die je nach Art leichter oder schwerer zu bedienen sind. Alle Arten sowie nützlichen Information und Empfehlungen finden sie unter dem Punkt Montierungen.

Fachliteratur:

Essentiell für die Beobachtung ist eine Sternenkarte, um überhaupt zu wissen, wo sich welche Sterne, Planeten etc. gerade befinden. Außerdem finden Sie in der Kategorie Zubehör unter Fachliteratur noch einige Empfehlungen zu lohnenswerten Büchern.