Spiegelteleskope

Was sind Spiegelteleskope?

Bei Spiegelteleskopen, auch Reflektoren genannt, wird das einfallende Licht über einen gewölbten Parabolspiegel gebündelt und über einen oder mehrere Fangspiegel in das Okular gelenkt.

Die Vorteile gegenüber eines Refraktors sind der günstigere Anschaffungspreis sowie der nicht auftretende Farbfehler, da das Licht nicht gebrochen wird. Ein weiterer Vorteil von Spiegelteleskopen besteht in der größeren Spiegelfläche. Dadurch können schwach sichtbare Himmelsobjekte wie Nebel oder Galaxien besser beobachtet werden.

Spiegelteleskope – Die verschiedenen Typen

Newton Teleskop:

Das Newton-Teleskop ist der älteste Typ unter den Spiegelteleskopen und wurde 1168 von Isaac Newton entwickelt. Es besteht aus einem parabolen Hauptspiegel der das Licht auf einen Fangspiegel lenkt und von diesem in einem 45 Grad Winkel in das Okular befördert. Deshalb guckt man auch von der Seite in das Teleskop hinein. Dadurch lassen sich Objekte, die Steil im Himmel stehen, einfacher beobachten.

Newton Teleskope mit einen Öffnung von 114mm und 900mm Brennweite ermöglichen es bereits erste Deep Sky Beobachtungen von Objekten zu machen. Voraussetzungen dafür ist aber immer eine sehr geringe Lichtverschmutzung. (Himmelsobjekte außerhalb unseres Sonnensystems z.B. Sternhaufen,  Galaxien oder Nebel). Mit dieser 114mm Öffnung ist aber bereits die sinnvolle Grenze für ein Newton Teleskop erreicht, da größere Öffnung auch mit einer größeren Brennweite verbunden sind und somit der Tubus immer länger und unhandlicher werden würde und mit normalen PKW’s schwerer zu transportieren wäre.

Dobson-Teleskop:

Ist ein besonders preisgünstiges Newton-Teleskop das Mitte der 1950er Jahre von John Dobson entwickelt wurde. Es verzichtet auf eine klassische Montierung, sondern setzt auf eine eigene Konstruktion. Die Dobson-Montierung besteht aus einer Grundplatte mit einer aufgesetzten Wiege, die drehbar gelagert ist. In zwei halbrunde Aussparungen der Wiegenseitenwände sitzen die gleitend gelagerten Höhenräder, die direkt mit dem Tubus verbunden sind. Diese einfache Bauweise erlaubt es solche Spiegelteleskope auch selber zu bauen ohne dass man dafür ein Profihandwerker sein muss.

Maksutov und Cassegrain Teleskope:

Bei diesen Bauarten wirft ein stark gekrümmter Hauptspiegel das Bild auf einen gekrümmten Fangspiegel, der es dann durch ein Loch im Hauptspiegel in das Okular befördert. Der große Vorteil dieser Art von Teleskopen ist es, dass die jeweiligen Vergrößerungen der Spiegel sich vervielfachen, wodurch der Tubus recht kurz ausfällt. Damit sind Sie natürlich sehr handlich und gut zu transportieren.